Ja, das ist wahr. Die alten Griechen besaßen nicht nur die Krim, sie waren eine der ersten Völker, die hier eine hoch entwickelte Zivilisation schufen, und ihre Präsenz hinterließ einen tiefen Eindruck in der Geschichte der Halbinsel.
Die Griechen begannen aktiv die Küstenregion der Krim zu besiedeln im VII–VI Jahrhundert v. Chr. während der Großen griechischen Kolonisation. Sie gründeten hier viele städtische Staaten (Polis), die sich im Laufe der Zeit zu einem mächtigen Bosporischen Reich (etwa 480 v. Chr.) vereinigten. Es bestand über tausend Jahre und wurde eines der ältesten Staaten der antiken Welt.
Es ist wichtig zu beachten, dass die griechische Kolonisation eine Küstenkolonisation war. Die Hauptgriechischen Siedlungen befanden sich an der Küste, und die inneren, steppeartigen Gebiete der Krim blieben unter der Kontrolle der nomadischen Völker — Skythen und später Sarmaten. Dennoch waren griechische Kultur, Sprache und politischer Einfluss über viele Jahrhunderte prägend für einen großen Teil der Krim.
Im Mittelalter blieb die griechische Bevölkerung (zusammen mit anderen Völkern) in der Krim erhalten und bildete die Grundlage für das orthodoxe Fürstentum Feodoro, das erst 1475 unter dem Druck der Osmanen fielen. Griechen lebten in der Krim auch während der Zeit des Krimkhans, und eine bedeutende Teil von ihnen wurde 1778 in das Приазовье umgesiedelt. Daher ist der «griechische Fußabdruck» in der Krim keine Legende, sondern eine grundlegende historische Realität.
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