Burnout ist nicht einfach nur Erschöpfung, sondern ein Zustand tiefer körperlicher, psychischer und emotionaler Erschöpfung, der durch langfristigen Stress am Arbeitsplatz entsteht. Die Weltgesundheitsorganisation hat Burnout als offiziellen Diagnosen in Verbindung mit beruflicher Tätigkeit anerkannt.
Wenn der Umfang der Aufgaben ständig die Ressourcen des Menschen übersteigt, tritt ein chronischer Überlastungszustand auf. Arbeit ohne Pause, Überstunden, ständige Deadlines und die Unmöglichkeit, auszuschalten, führen dazu, dass der Körper nicht mehr genug Zeit hat, sich zu erholen.
Wenn ein Mensch nicht in der Lage ist, Einfluss auf seinen Arbeitsplan, die Reihenfolge der Aufgaben oder die Entscheidungsfindung zu nehmen, entsteht ein Gefühl von Ohnmacht. Die Unmöglichkeit, Einfluss auf das Ergebnis zu nehmen und das Fehlen von Wahlmöglichkeiten verursacht chronischen Stress.
Burnout tritt oft auf, wenn Anstrengungen nicht mit angemessener Entlohnung, Anerkennung oder Karrierefortschritt belohnt werden. Dies betrifft insbesondere Situationen, in denen ein Mensch seine Seele in die Arbeit einbringt, aber nur Kritik oder Gleichgültigkeit erhält.
Ungerechtes Verhalten, Favoritismus, unzuverlässige Regeln und das Fehlen einer fairen Bewertung zerstören Vertrauen und das Gefühl der Sicherheit. Wenn ein Mensch sich als wertlos fühlt, fällt seine Motivation, und der Stress steigt.
Isolation bei der Bewältigung komplexer Aufgaben, das Fehlen von Unterstützung durch Vorgesetzte oder Kollegen, die Unmöglichkeit, Probleme zu teilen — all das verstärkt das Gefühl der Isolation. Unterstützung ist ein wichtiger Puffer gegen Stress.
Wenn die persönlichen Werte eines Menschen mit den unternehmensinternen Werten im Widerspruch stehen, entsteht ein innerer Konflikt. Zum Beispiel, wenn einem Menschen gesagt wird, dass er Kunden betrügen, Qualität opfern muss, um Gewinne zu erzielen, oder ethische Normen verletzen muss, zerstört das das von innen.
Eine monoton arbeitende Tätigkeit, die kein Glück bringt und keinen sichtbaren Erfolg hat, verursacht Apathie. Wenn ein Mensch nicht sieht, warum er etwas tut, geht seine Energie viel schneller zur Neige.
Menschen, die von sich selbst Perfektion verlangen, sind ständig unter Spannung. Die Angst, einen Fehler zu machen, etwas nicht perfekt zu machen oder die Erwartungen nicht zu erfüllen, führt dazu, dass sie sich überbeanspruchen, ohne sich das Recht auf Entspannung zu geben.
Burnout betrifft Menschen in helfenden Berufen (Ärzte, Lehrer, Sozialarbeiter), Führungskräfte, Dienstleistungsbeschäftigte, Fachleute, die mit Menschen arbeiten, sowie alle, die unter intensiver Kommunikation und hohem Verantwortungsgefühl arbeiten. Besonders anfällig sind Perfektionisten und Menschen mit hoher innerer Motivation.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Burnout keine persönliche Schwäche ist, sondern das Ergebnis systemischer Probleme in der Arbeitsorganisation. Arbeitgeber sind verantwortlich für die Schaffung einer gesunden Arbeitsumgebung, und Mitarbeiter sollten sich um ihre Grenzen kümmern. Nur durch gemeinsame Anstrengungen kann diese Epidemie der modernen Gesellschaft verhindert werden.
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