Zehn Jahre ist ein Alter, in dem das kindliche Körper aktiv wächst, der Hormonhaushalt sich ändert, die Haltung und Koordination sich entwickeln. Die körperliche Aktivität in diesem Alter ist nicht nur eine nützliche Gewohnheit, sondern eine Notwendigkeit. Aber was tun, wenn das Kind nicht will, auf den Sportplatz zu laufen oder zu Trainingen zu gehen? Wie findet man den Ausgleich zwischen Gesundheit, Freiheit und Entwicklung? Lassen Sie uns ohne unnötlichen Druck, aber mit Verständnis für Physiologie und Psychologie, klären.
Im Alter von 10 Jahren durchläuft der Körper des Kindes erhebliche Veränderungen. Die Knochen wachsen schneller als die Muskeln, die Haltung entwickelt sich, das Herz-Kreislauf-System wird entwickelt. Genau in diesem Alter werden Gewohnheiten gelegt, die ein Leben lang bleiben. Wenn das Kind an Bewegung gewöhnt ist, wird es leichter sein, die Gesundheit im Erwachsenenalter zu erhalten. Im Gegenteil — wenn es diesen Zeitraum in einem weniger aktiven Zustand verbringt, steigt das Risiko von Problemen mit der Wirbelsäule, Übergewicht und sogar psychischer Gesundheit.
Neben dem Sport ist nicht nur Physik. Das ist Disziplin, die Fähigkeit, in einer Mannschaft zu arbeiten, Geduld, die Fähigkeit, zu verlieren und zu gewinnen. Das ist die Prävention von Ängsten und Depressionen. Daher stellt sich hier nicht die Frage «muss oder nicht», sondern wie man macht, dass der Sport ein Freund und nicht eine Pflicht wird.
Im Alter von 10 Jahren ist der Körper des Kindes noch nicht für intensive Krafttraining bereit. Der Hauptfokus sollte auf der Entwicklung von Ausdauer, Flexibilität, Koordination und Geschwindigkeit liegen. Hier sind einige Aktivitäten, die für zehnjährige Kinder ideal sind:
Schwimmen. Einer der universellsten Sportarten. Er belastet alle Muskelgruppen gleichmäßig, entwickelt Atmung, stärkt den Rücken und die Gelenke. Schwimmen ist für fast alle Kinder geeignet, auch für diejenigen, die Probleme mit der Haltung haben.
Leichtathletik. Laufen, Springen, Werfen — das alles entwickelt Explosionskraft, Koordination und Ausdauer. Ein großer Pluspunkt dieses Sports ist: Das Kind kann die Disziplin wählen, die ihm am besten gefällt. Einem mag das Laufen, einem anderen das Springen gefallen.
Mannschaftssportarten. Fußball, Basketball, Volleyball — sie entwickeln nicht nur Physik, sondern auch soziale Fähigkeiten. Das Kind lernt, mit anderen zu interagieren, Entscheidungen in einer dynamischen Umgebung zu treffen, für ein gemeinsames Ziel zu arbeiten. Das ist besonders nützlich für Kinder, die Schwierigkeiten haben, Freunde zu finden.
Kampfsportarten. Judo, Karate, Sambo — sie disziplinieren, lehren, das Körper und die Emotionen zu kontrollieren. Es ist jedoch wichtig, dass der Trainer versiert ist und keine harten Sparring-Sessions erzwingt. In diesem Alter ist es wichtiger, die Grundlagen zu erlernen und das eigene Körper zu beherrschen, als zu gewinnen.
Gymnastik und Tanzen. Sie entwickeln Flexibilität, Koordination und Rhythmusgefühl. Geeignet für Kinder mit guter Dehnung und Liebe zum Bewegung.
Was die Intensität betrifft: Im Alter von 10 Jahren ist es optimal, 3–4 Mal die Woche 45–60 Minuten Sport zu treiben. Die anderen Tage sollten aktive Spaziergänge, Spiele im Freien, Radfahren oder Rollerfahren umfassen. Wichtig ist, dass die körperliche Aktivität regelmäßig, aber nicht auspowern ist.
Das ist eine der häufigsten Probleme von Eltern. Das Kind will nicht zur Trainingseinheit gehen, lehnt alle Angebote ab, sagt, dass «das langweilig ist» oder «ich will nicht». Was tun?
Erstens und vor allem: Kein Zwingen. Zwang tötet das Interesse und macht den Sport zu einer Strafe. Wenn das Kind durch Zwingen zur Trainingseinheit geht, wird es sie für immer hasen. Stattdessen probieren Sie andere Ansätze.
Ändern Sie den Sport. Vielleicht mag das Kind den Fußball nicht, aber er mag Schwimmen. Oder ihm gefallen die Kampfsportarten nicht, aber er liebt das Radfahren. Lassen Sie ihn verschiedene Varianten ausprobieren. Schreiben Sie sich für Probetrainings in mehrere Abteilungen ein. Manchmal reicht ein glückliches Zufall, um das Feuer zu entfachen.
Senken Sie die Anforderungen. Wenn das Kind vor Wettbewerben oder strengen Trainern Angst hat, finden Sie einen weniger formellen Format. Dies könnte ein Hofspiel, Familienausflüge mit Elementen der Aktivität oder einfach tägliche Übungen unter Musik sein. Der Sport muss nicht professionell sein.
Seien Sie ein Vorbild. Kinder kopieren das Verhalten der Eltern. Wenn Sie selbst einen aktiven Lebensstil führen, wird das Kind das als Normalität empfinden. Laufen Sie zusammen, gehen Sie spazieren, skifahren oder radfahren. Wenn der Sport Teil des Familienlebens ist, wird er nicht als «Pflicht» wahrgenommen.
Suchen Sie nicht Sport, sondern Bewegung. Vielleicht hat das Kind kein Interesse am Sport im klassischen Sinne, aber er liebt Tanzen, Klettern an Bäumen oder Bewegungsspiele. Unterstützen Sie dies. Wichtig ist, dass er sich bewegt, nicht dass er vor dem Computer sitzt.
Setzen Sie kein Ziel «Champion zu werden». Für die meisten Kinder ist der Sport nicht eine Karriere, sondern ein Weg, gesund und glücklich zu sein. Wenn der wettbewerbsorientierte Aspekt entfernt wird und nur das Vergnügen am Bewegung bleibt, bleibt das Kind mit größerer Wahrscheinlichkeit im Sport.
Geben Sie Zeit. Das Interesse kann nicht sofort auftreten. Manchmal braucht das Kind mehrere Monate, um «in den Geschmack zu kommen». Geben Sie ihm diese Zeit. Warten Sie nicht auf sofortige Ergebnisse und verlangen Sie keine Erfolge.
Wenn das Kind kategorisch alle Sportarten ablehnt, bedeutet das nicht, dass er auf Hypodynamie verdammt ist. Es gibt viele andere Möglichkeiten, die körperliche Aktivität zu unterstützen:
— Aktive Spiele im Freien: Frisbee, Badminton, Handball, Verfolgungsspiele.
— Langen Spaziergängen mit einem interessanten Weg.
— Fahrrad- und Rollerfahrten.
— Tanze-Online-Kurse.
— Kletterhallen und Seilparks.
— Hilfe im Haushalt, die mit Bewegung verbunden ist (Aufräumen, Gartenarbeit).
Wichtig ist, dass das Kind nicht all sein freies Zeit im statischen Zustand verbringt. Selbst wenn es sich nicht um «Sport» im traditionellen Sinne handelt, ist Bewegung Bewegung.
Im Alter von 10 Jahren geht es beim Sport nicht um Medaillen und Rekorde. Es geht um Gesundheit, Freude und eine Gewohnheit, die ein Leben lang bleiben wird. Wenn das Kind nicht will, in die Abteilung zu laufen, ist das kein Grund zur Panik. Vielleicht führt sein Weg zur Bewegung durch andere Aktivitäten. Und Ihre Aufgabe ist es, nicht zu zwingen, sondern ihm zu helfen, diesen Weg zu finden. Seien Sie geduldig, flexibel und aufmerksam gegenüber seinen Interessen. Und dann kann sogar der unSportlichste Kind die Bewegung lieben.
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