Das Kind freut sich nicht mehr über Siege. Es fürchtet Fehler zu machen. Es hasst den Sport, den es früher mochte. Sein Gesicht zeigt keine Emotionen. Kennst du das? Das ist emotionale Erschöpfung, die durch elterliches Druck verursacht wird. Tausende von Kindern geben ihre Trainings auf, nicht weil es ihnen langweilig wird, sondern weil Mama und Papa das Hobby in eine Rennerserie um Ergebnisse verwandelt haben.
Eltern projizieren oft ihre eigenen Ambitionen auf das Kind: «Ich wurde nicht Champion, vielleicht wird er es». Sie vergleichen mit den Kindern der Freunde («Petja hat ja bereits einen Turnier gewonnen»). Sie erwarten nur den ersten Platz und nennen den zweiten «Niederlage». Der Druck wird durch finanzielle Investitionen verstärkt: «Wir haben für deine Ausrüstung gezahlt, du musst». Das Kind spielt nicht mehr zum Vergnügen — es spielt aus Angst.
Das Kind simuliert Krankheiten vor dem Training. Es wurde reizbar, weint ohne Grund, schläft schlecht. Es hat den Appetit verloren. Es sagt: «Ich hasse diesen Sport», obwohl es vor einem halben Jahr darum bat, die Kleidung zu kaufen. Äußerlich kann es höflich sein, aber innen sammelt sich Erschöpfung an, die in Gleichgültigkeit oder Aggression ausbricht. In fortgeschrittenen Fällen können Tics, Enuresis, Panikattacken auftreten.
Frag den Kind: «Macht dir das, was du tust, Spaß?». Drücke nicht auf das Ergebnis — lob für den Einsatz. Setze einen Ruhetag ein: Die Kinder sollten Zeit ohne Training und Hausaufgaben haben. Vergleiche nicht mit anderen Kindern (vergleiche nur mit seinen eigenen früheren Errungenschaften). Besuche Wettbewerbe als Zuschauer, nicht als Wächter. Wenn du fühlst, dass du anfängst zu schreien — stille dich und atme tief durch.
Zuerst — aufhören zu drücken. Zweites — dem Kind eine Pause geben (ein Monat ohne Training). Drittens — zu einem Sportpsychologen zu gehen. Es könnte erforderlich sein, den Sport oder den Trainer zu wechseln. Wichtig ist, sich nicht selbst zu kritisieren, sondern die Fehler zu erkennen. Das Kind ist wichtiger als Medaillen.
Das Kind ist kein Roboter. Seine Psyche ist nicht unzerstörbar. Liebe und Unterstützung sind wichtiger als jeder Pokal. Denke daran, wenn du das nächste Mal sagst: «Du hättest es besser können».
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