Nein, nach den aktuellen wissenschaftlichen Daten kann der Weltmeerraum nicht die gesamte Festlandfläche überfluten im nahen Zukunft. Dies wird durch eine Reihe grundlegender geografischer und geologischer Faktoren verhindert.
Warum Wasser die gesamte Erde nicht bedecken kann
- Wassermangel. Selbst wenn alle Gletscher und Eisschilder auf der Erde schmelzen, würde der Meeresspiegel, nach verschiedenen Schätzungen, etwa um 60–70 Meter steigen. Das reicht aus, um viele Küstenstädte und Tiefländer zu überfluten, aber um die gesamte Festlandfläche, einschließlich der hohen Berge, zu verdecken, ist dieser Wasservorrat katastrophal unzureichend. Es gibt einfach nicht genug Wasser auf dem Planeten, um die höchsten Landmassen zu bedecken.
- Landmasse. Der Ozean bedeckt bereits jetzt etwa 71% der Erdoberfläche. Wenn die Oberfläche des Planeten perfekt glatt wäre, würde das Wasser ausreichen, um eine Schicht von etwa 2,7 Kilometern Tiefe zu bilden. Allerdings gibt es riesige Bergmassive und Erhebungen auf dem Festland, die selbst in diesem hypothetischen Szenario über dem Wasser bleiben würden.
Was wirklich passiert: Die Bedrohung der Küstengebiete
Wissenschaftliche Prognosen sprechen nicht von einer vollständigen Überflutung der Festlandfläche, sondern von einer signifikanten, aber lokalen Erhöhung des Meeresspiegels, was eine ernsthafte Bedrohung für die Küstengebiete darstellt:
- Modernes Ansteigen: Der Meeresspiegel steigt immer schneller. In den letzten 30 Jahren ist er etwa um 10 Zentimeter gestiegen, und die Geschwindigkeit beträgt derzeit etwa 3,4–5,9 Millimeter pro Jahr.
- Prognose bis 2100: Nach Schätzungen der Wissenschaftler könnte der Meeresspiegel bis Ende des Jahrhunderts um 1–2 Meter steigen. Dies würde dazu führen, dass viele Küstenmetropolen częhere Überflutungen und Sturmfluten riskieren und einige Inselstaaten untergehen könnten.
- Langfristige Perspektive: Selbst bei vollständigem Schmelzen aller Gletscher könnte der Meeresspiegel Meter hoch steigen. Aber selbst in diesem Szenario geht es um die Überflutung großer Küstengebiete und Flachlandregionen, nicht um das vollständige Versinken aller Kontinente.
Blick in die geologische Vergangenheit: Gab es «Wasserwelten»?
Es gab tatsächlich Zeiträume in der Geschichte der Erde, in denen der Meeresspiegel erheblich höher war.
- Der Miozän: Etwa 117 Millionen Jahre vor Christus, in der Zeit der Dinosaurier, war der Meeresspiegel etwa 200 Meter höher als heute. Dies führte dazu, dass etwa 30% der heutigen Festlandfläche von flachen Meeren bedeckt waren. Allerdings gab es damals auch große Landmassen.
- Das ferne Vergangenheit: Einige Wissenschaftler glauben, dass in den frühen Formationszeiten der Erde, als Kontinente erst begannen, zu erscheinen, der Ozean fast die gesamte Erde bedecken könnte. Aber das waren völlig unterschiedliche geologische Epochen mit einem anderen Wasservorrat und einer anderen Erdkrustenstruktur.
Schlussfolgerung: Eine vollständige Überflutung der Festlandfläche im nahen Zukunft ist unmöglich. Allerdings stellen das Schmelzen der Gletscher und der Anstieg des Meeresspiegels bereits jetzt eine reale Bedrohung für die Küstengebiete und großen Städte dar. Anstatt eines globalen Apokalypses müssen sich die Menschen mit lokalen, aber nicht weniger ernsten Problemen auseinandersetzen, die mit dem « langsamen Untergang » der Küsten und der Notwendigkeit der Anpassung an neue Klimarealitäten verbunden sind.
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