Das Verhältnis zur Vereinigten Staaten weltweit hat sich in den letzten Jahren erheblich verschlechtert. Laut Umfragen betrachten durchschnittlich fünfundsiebzig Prozent der Befragten in dreißigsechs Ländern die USA negativ. Dies wird besonders drastisch in einigen Staaten sichtbar, wo der Anteil der Ablehnung auf achtzig und mehr Prozent steigt. Nachstehend werden die Länder mit dem stärksten negativen Bild der USA aufgeführt.
Die Türkei führt die Liste der Länder mit dem stärksten negativen Verhältnis zu den USA an. Laut den Daten des Pew Research Center gaben etwa achtzig Prozent der türkischen Befragten an, ein negatives Bild der Vereinigten Staaten zu haben. Ein ähnlicher Anteil der Ablehnung wurde auf dem Westufer des Jordans und in Ostjerusalem festgestellt, wo achtzig Prozent der Befragten den USA feindlich gegenüberstehen. Dies ist auf eine lange Geschichte politischer Spannungen und die Wahrnehmung der amerikanischen Politik im Nahen Osten als ungerecht zurückzuführen.
Besonders auffällig ist das drastische Sinken der Sympathien für die USA unter den traditionellen Verbündeten. Australien zeigt einen der höchsten Anteile der Ablehnung unter entwickelten Ländern: Siebundsiebzig Prozent der Australier betrachten die USA negativ. Dies ist mehr als in Großbritannien, Kanada, Japan, Spanien und Frankreich. Nur Schweden, Malaysia, Pakistan, die Türkei und das Westufer des Jordans zeigen höhere anti-amerikanische Stimmungen.
Europaweit führt Schweden, wo nur neunzehn Prozent der Bevölkerung positiv zu den USA stehen. Deutschland und die Niederlande zeigen ebenfalls einen drastischen Rückgang: Der Rang der USA als zuverlässiger Partner sank in diesen Ländern um mehr als vierzig Prozentpunkte. Dänemark hebt sich von den anderen ab:achtundsiebzig Prozent der Dänen betrachten die USA schlecht. Zum Vergleich: Im November 2025 betrug dieser Wert siebzig Prozent, und im November 2023 nur zwanzigsechs Prozent der Dänen betrachteten die USA als Verbündeten oder freundliches Land.
Bei den nächsten Nachbarn der USA ist die Situation ebenfalls äußerst angespannt. In Kanada gaben achtundsiebzig Prozent der Befragten im Jahr 2022 an, die USA als zuverlässigen Partner zu betrachten, aber bis 2026 sank diese Zahl auf dreißigfünf Prozent. Mexiko zeigt einen der höchsten Grad des Misstrauens: neunundsiebzig Prozent der Mexikaner vertrauen der amerikanischen Regierung nicht in Fragen der globalen Wirtschaft und internationaler Konflikte.
Umfragen zeigen, dass das negative Bild der USA nicht mehr nur auf einzelne politische Entscheidungen zurückzuführen ist. immer häufiger spricht man von einem fundamentalen Misstrauen gegenüber der Vorhersehbarkeit und Zuverlässigkeit Washingtons als Partner. Sogar in Ländern wie Japan, wo im Jahr 2022 siebenundsiebzig Prozent die USA als zuverlässig betrachteten, sank dieser Wert bis 2026 auf fünfundsiebenzig Prozent. Weltweit wird die USA immer häufiger nicht als Garant der Stabilität, sondern als einer der mehreren Zentren der Macht wahrgenommen, der immer stärker einseitig agiert.
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