1. Juni — Tag des Schutzes der Kinder. Wir denken oft an den Schutz vor Krieg, Hunger, Gewalt. Aber gibt es noch eine Bedrohung: schlechte Bildung. Kinder, die nicht gelernt haben zu lernen, werden ihr ganzes Leben leiden. Bildung ist der stärkste Schutzschild. Sie schützt vor Armut, Manipulationen, Angst. Aber unser Bildungssystem gibt oft diesen Schutz nicht. Lassen Sie uns darüber nachdenken, wie Bildung Kinder schützt und was wir am 1. Juni tun können.
Ein gebildetes Kind kann Fakten von Falschmeldungen unterscheiden. Das ist Schutz vor Propaganda, Betrügern. Das Kind kennt seine Rechte, fürchtet sich nicht, «Nein» dem Gewalt zu sagen. Es kann Informationen über Krankheiten, Hilfe finden. Es kann lernen, bedeutet, dass es eine neue Berufung erlernen kann, wenn die alte veraltet ist. Es hat einen höheren Einkommen im Erwachsenenleben — weniger Risiko der Armut. Je höher der Bildungsgrad der Mutter ist, desto niedriger ist die Kindersterblichkeit.
Bildung reduziert auch das Risiko frühzeitiger Ehen, jugendlicher Schwangerschaften.
Die Schule lehrt oft, sich zu merken, anstatt zu denken. Die EGE — Vorbereitung auf Tests. Kinder fürchten sich vor Fehlern (Fehler = Note, nicht Erfahrung). Überlastung: 8 Stunden Unterricht, Hausaufgaben bis in die Nacht. Kein Recht auf Entspannung. Burnout schon in der 8. Klasse. Ungleichheit: Schulen in Städten und Dörfern — Himmel und Erde. Nachhilfe für Reiche, staatliche Unterstützung für Arme. Bürokratie: Lehrer verbringen Zeit mit Berichten, nicht mit den Kindern.
Im Jahr 2026 kamen Probleme mit KI hinzu: Kinder schreiben Essays über neuronale Netze, lernen nicht zu denken.
Inklusive Bildung ist Schutz. Das Kind mit Autismus, mit Zerebralparese, mit Down-Syndrom hat das Recht, in einem normalen Klassenzimmer zu lernen. Aber in Russland funktioniert die Inklusion schlecht: es gibt keine Tutoren, keine Rampe, keine vorbereiteten Lehrer. Die Eltern sind gezwungen, entweder eine Korrekturschule (oft schlechte) zu besuchen oder private Lehrer anzustellen.
Der Schutz von Kindern mit Behinderungen ist nicht nur ein Gesetz, sondern auch die Güte der Altersgenossen. Die Schule sollte die Kinder lehren, andere zu akzeptieren. Im Jahr 2026 wurde in mehreren Regionen der Pilotprojekt «Gute Schulen» gestartet, bei dem Unterricht über Toleranz obligatorisch ist.
Statt eines neuen iPhones schenken Sie dem Kind ein Buch. Nicht eine Enzyklopädie, sondern ein kunterbuntes, spannendes. Zeigen Sie, dass Lesen Freude ist, nicht Strafe. Helfen Sie bei den Hausaufgaben ohne Schreien. Erklären Sie, dass ein Fehler normal ist. Schreiben Sie das Kind in kostenlose Online-Kurse (auf Plattformen «Sputnik», «Yandex.Учебник») ein. Sprechen Sie mit dem Lehrer, wenn das Kind überlastet ist. Schreiben Sie eine Erklärung an den Direktor mit der Bitte, den Umfang der Hausaufgaben zu reduzieren. Stellen Sie einen Rhythmus ein: Gadgets nur nach den Übungen.
Wichtig: Vergleichen Sie das Kind nicht mit anderen. «Petja ist ein Auszeichnungsschüler, und du...». Das ist keine Schutzmaßnahme, sondern Erniedrigung.
Entfernen Sie die überflüssige Bürokratie. Erhöhen Sie die Gehälter der Psychologen (derzeit 1 auf 1000 Schüler). Einführen Sie Unterricht in kritischem Denken. Lehrer in der Arbeit mit neuronalen Netzen schulen (nicht verbieten, sondern nutzen). Kurse zu Hobbys organisieren (kostenlos). Durchführen Sie Tage ohne Hausaufgaben (einmal im Monat). Eine «sichere Kammer» schaffen — ein Ort, wo das Kind kommen kann, um sich auszuruhen, zu weinen.
Im Jahr 2026 gibt es solche Programme bereits in einigen Schulen (Moskau, Kasan, Nowosibirsk).
Digitale Kompetenz ist ein Teil der Bildung. Kinder sollten in der Lage sein, Informationen im Internet zu finden, Quellen zu überprüfen, nicht auf die Falle der Betrüger zu fallen (Phishing, gefälschte Wettbewerbe). Einstellen Sie die Privatsphäre in sozialen Netzwerken. Verstehen Sie, was ein «digitaler Fußabdruck» ist. Wissen, dass man keine Fotos, Adresse, Zeitplan veröffentlichen kann.
Am 1. Juni finden in vielen Schulen Unterrichte zur digitalen Kompetenz statt. Besuchen Sie sie mit dem Kind.
Eltern klagen: Die Schule unterdrückt Kreativität. Die Kinder lernen nicht, Fragen zu stellen, nur zu antworten. Noten töten die Motivation. Die Kinder lernen für die Note, nicht für das Wissen. Die Schule bereitet nicht auf das Leben vor — es gibt keine Unterrichte in finanzieller Bildung, Psychologie, Selbstverteidigung. Lehrer sind überlastet, können jedem nicht Aufmerksamkeit schenken.
Im Jahr 2026 wurden Elternverbände gegründet, die Veränderungen durchsetzen. Zum Beispiel hat die Initiative «Hausaufgaben ohne Stress» 100 000 Unterschriften gesammelt.
Tag des Schutzes der Kinder — ein Grund, sich zu erinnern: Bildung sollte schützen, nicht verletzen. Sie sollte Flügel geben, nicht Lasten. Lassen Sie den 1. Juni zum Tag werden, an dem Sie Ihrem Kind sagen: «Ich werde Ihnen helfen zu lernen. Nicht für Noten, sondern fürs Leben». Und beginnen Sie morgen. Warten Sie nicht auf den Montag.
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