Die Höhe des Mount Everest, des höchsten Berges der Welt, ist keine statische Größe. Sie verändert sich ständig unter dem Einfluss komplexer und oft widersprüchlicher geologischer Prozesse. Der Berg wächst gleichzeitig nach oben unter dem Einfluss einiger Kräfte und zerfällt unter dem Einfluss anderer.
Die Veränderung der Höhe des Mount Everest ist das Ergebnis des Kampfes zwischen zwei Hauptkräften: tektonischer Hebung und Erosion. Allerdings haben jüngste Entdeckungen einen weiteren bemerkenswerten Faktor hervorgehoben — Flüsse, die zum Wachstum der Berge beitragen können.
Der Hauptgrund dafür, dass die Himalaya überhaupt existieren, ist das anhaltende Zusammenstoß von Indisch und Eurasische tektonische Platten, das vor etwa 40-50 Millionen Jahren begann. Die indische Platte bewegt sich nach Norden, «unter Schwimmen» unter Eurasische. Dies führt zu einer Verdickung und Hebung der Erdkruste, was der Hauptmotor für das Wachstum der Himalaya und des Mount Everest ist.
Feedback: Geotektoniker Andrei Petrow
«Ich bin jedes Mal bezaubert von der Macht der tektonischen Prozesse, als ich an Projekten in den Himalaya arbeitete. Der Plattenstoß, der Millionen Jahre vor Beginn fortgesetzt hat, geht heute weiter. Dies hat die Grundlage für die Höhe des Mount Everest gelegt und ohne diesen grundlegenden Prozess wäre der Berg erheblich niedriger. Dies ist wie ein ewiger Motor, der das Wachstum des Bergsystems nährt.»
Im Jahr 2024 veröffentlichte eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern des University College London und der Chinese University of Geosciences ein Forschungsergebnis in der Zeitschrift Nature Geoscience, das ein neues Erklärung für die anomale Höhe des Mount Everest vorschlägt. Sie verknüpfen dies mit einem Phänomen, das «isostatischer Auftrieb» genannt wird.
Der Wesen dieses Phänomens liegt darin: etwa 89.000 Jahre vor dem heutigen Tag wurde der Fluss Arun, der östlich des Mount Everest fließt, von einer anderen Flussysteme «gegriffen». Dies führte zu einem drastischen Anstieg des Flussflusses und als Folge dazu, zu einer erheblichen Verstärkung der Erosion. Der Fluss begann eine enorme Menge an Gesteins- und Sedimentsubstanzen auszuwischen und tiefere Täler zu formen.
Die Verlust dieser Masse führte zu einem Effekt, der ähnlich ist wie der, dass ein Schiff nach der Entladung leichter wird. Die Erdkruste, deren Gewicht verloren hat, begann «aufzutauchen» in einer dichterem Mantel. Dieser Auftriebsprozess, der isostatischer Auftrieb genannt wird, führte zu zusätzlichen Wachstum nicht nur des Mount Everest, sondern auch der benachbarten Gipfels — Lhakpa und Makalu.
Feedback: Hydrologin-Forscherin Ekaterina Morozova
«Wir sind daran gewöhnt zu denken, dass Flüsse nur Berge zerstören. Hier aber zeigt sich, dass sie auch zum Wachstum beitragen können! Die Idee, dass Erosion zum Auftrieb von Berggesteinen führen kann, ist in der Geologie bekannt, aber der Beispiel des Mount Everest zeigt dies sehr anschaulich. Dies ist wie ein komplexer Tanz zwischen Wasser und Erdkruste, bei dem ein Bewegung das andere kompensiert.
Feedback: wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie, Professor Sergei Kusnezow
«Die Ergebnisse der Forschung von UCL sind sehr interessant. Sie erklären, warum der Mount Everest so auffällig über den benachbarten Gipfeln erhebt, einschließlich des zweithöchsten Berges der Welt — K2. Es scheint, dass neben dem tektonischen Kompression auch Veränderungen in der Flussnetzwerk den Höhe des Berges beeinflusst haben. Dies erinnert daran, wie dynamisch unsere Erde ist, wo Prozesse in einer Punkt haben Konsequenzen für Kilometer Entfernung.»
Nach Schätzungen der Wissenschaftler ist der Mount Everest in den letzten 89.000 Jahren um 15-50 Meter durch den isostatischen Auftrieb gewachsen und wächst derzeit mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 Millimeter pro Jahr.
Außerdem beeinflusst auch das Klimawandel die Höhe des Mount Everest. Es gibt Daten, dass das globale Erwärmung den Schmelz von Gletschern und Schnee an der Spitze und auf den Hängen fördert.
Von 1966 an durchgeführte Studien chinesischer Wissenschaftler haben gezeigt, dass die Höhe des Mount Everest von 8849,75 Metern auf 8848,45 Metern gesunken ist. Dieser Prozess wird mit dem Schmelz der Schneeweiß verknüpft, der zu einer Verdichtung der hochalpinen Gletscher und, als Folge, zur Verringerung der gesamten Höhe des Berges führt.
Feedback: Klimatologin Maria Wetrowa, unabhängiger Experte
「Die Frage nach dem Einfluss des Erwärmens auf die Höhe des Mount Everest ist komplex. Einerseits kann das Schmelz von Gletschern tatsächlich die physische Höhe des felsigen Gipfels verringern. Andererseits sind die Daten über die Verringerung der Höhe nicht immer eindeutig und abhängig von der Messmethode. Allerdings ist der Fakt, dass Klimawandel auch auf so fern entfernte und hohe Punkte unseres Planeten einfluss hat, ein wichtiger Signal über umfassende Veränderungen.
Eine genaue Messung der Höhe des Mount Everest ist eine komplizierte Aufgabe. Moderne Technologien wie GPS-Navigation ermöglichen die Feststellung von Veränderungen mit hoher Genauigkeit, zeigen, dass der Berg jedes Jahr um Millimeter anheben oder absinken kann. So announced China und Nepal 2020 gemeinsam eine neue offizielle Höhe — 8848,86 Meter.
Die Höhe des Mount Everest ist nicht nur eine Zahl auf der Karte. Dies ist das Ergebnis eines dynamischen Gleichgewichts zwischen gigantischen tektonischen Kräften, die den Berg nach oben heben, dem bemerkenswerten Prozess des isostatischen Auftriebs, der diesen Wachstum beschleunigt, und der Erosion sowie Klimaveränderungen, die ihren Gipfel «schnitten». Der Mount Everest ist lebendig und veränderlich, und seine Geschichte wird immer noch geschrieben.
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