Bevor die Prüfung, schneiden die Studenten sich nicht, waschen sich nicht die Haare, legen den Fuß unter den Fuß. Das ist kein Aberglaube, sondern ein Ritual. Studentische Superstitionen und Aberglauben sind eine Mischung aus Volksweisheit, Psychologie und Hoffnung. Wir erzählen von den beliebtesten und ihrer wissenschaftlichen Begründung.
Keine Haare schneiden und sich nicht rasieren in den 3 Tagen vor der Prüfung — sonst "schneidet man die Erinnerung ab". Keine Haare waschen am Prüfungstag — damit das Wissen nicht ausgewaschen wird. Ins Bett gehen, den Kopf auf das Lehrbuch legen — das Wissen fließt in den Kopf. Ein Fuß unter den anderen legen — für Glück (früher war es der rechte, aber die Studenten haben sich vertan). Aufstehen mit dem linken Fuß — zum Misserfolg (deshalb versuchen sie, mit dem rechten Fuß aufzustehen).
Wenn man das Haus verlässt, nicht zurückkehren — wenn man etwas vergessen hat, besser nicht mitnehmen. Vor dem Betreten des Klassenzimmers dreimal auf den Rahmen klopfen. Eintreten, dem Lehrer den Rücken zeigen (damit er nicht das Auge hat). Während der Prüfung nicht umsehen, nicht umdrehen.
Die "Frechheit" in der Nacht vor der Prüfung fangen: das Fenster öffnen mit dem Zettel um 12 Uhr nachts und rufen "Frechheit, komm!". Den Zettel wieder fangen und in ein Buch pressen. Eine schwangere Frau vor der Prüfung treffen — zum Glück. Auf einem glatten Boden stolpern — zur Note 2. Eine schwarze Katze sehen — sie umgehen oder spucken über die linke Schulter.
Wenn der Lehrer die Note gibt und sagt "setze dich", dann zu einer guten Note. Wenn er schweigt — zur Wiederholung.
Den Zettel vor der Prüfung zeigen (die Glück bringende Energie wird gestohlen). Über die Vorbereitung anderen erzählen (man wird verflucht). An dem gleichen Platz sitzen, an dem der Fünfzehner gesessen hat (schlechte Energie). Neue Kleidung für die Prüfung tragen (ungetestete Glück bringende Energie). Fremde Notizen nehmen (keine eigenen Kenntnisse). Dem Nachbarn helfen, wenn man selbst noch nicht abgegeben hat (seine Glück bringende Energie geht verloren). Den Schweiß mit der linken Hand vom Gesicht wischen (die rechte — für das Wissen).
Das Rationale Kernstück
Rituale reduzieren die Anspannung. Wenn man etwas Bekanntes macht (z.B. den Fuß unter den Fuß legen), beruhigt sich der Kopf. Autosuggestion funktioniert: wenn man an die Superstition glaubt, wächst das Selbstvertrauen und die Prüfung wird besser bestanden. Einige Superstitionen sind nützlich: "keine Haare schneiden" — um sich nicht von der Frisur ablenken zu lassen. "Keine Haare waschen" — um nicht einschlafen zu können (das Waschen entspannt). "Auf dem Lehrbuch schlafen" — hilft wirklich (Wiederholung vor dem Schlafengehen verbessert das Gedächtnis).
Also kann ein vernünftiger Skeptiker den Superstitionen folgen, wenn er ihre Vorteile versteht.
Studentische Superstitionen sind keine Magie, sondern psychologische Unterstützung. Ob man glaubt oder nicht, das Ritual hilft. Wichtig ist, nicht nur auf die Superstition zu hoffen, sondern die Fragen zu lernen. Dann fliegt die "Frechheit" an und der Fuß unter dem Fuß funktioniert.
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