15. Juni. Im Kalender ist kein roter Tag, aber für Millionen Menschen weltweit ist es der Tag, an dem sie einen Teil ihres Einkommens, ihrer Zeit oder ihrer Dinge mit denen teilen, die es brauchen. Weltweiter Tag der Spenden (Worldwide Day Giving) ist ein nicht offizieller Feiertag, der von Freiwilligen, Philanthropen und einfachem Mitgefühl beteiligten Menschen gefeiert wird. Er soll daran erinnern: Spenden geht nicht nur um Geld, sondern auch um Güte, Teilnahme und Sorge. In einer Zeit, in der die Welt gespalten ist, werden Spenden zu einer Brücke. Lassen Sie uns herausfinden, was Spendenförderung heute bedeutet, wie sie funktioniert und warum jeder Teil davon sein kann.
Die Tradition der Spende geht in die Antike zurück. In den Religionen aller Völker gibt es das Konzept der Almosen (Zakat im Islam, Zehnt im Christentum, Dana im Hinduismus). Die ersten säkularen Wohltätigkeitsorganisationen appeared im 19. Jahrhundert (Rotes Kreuz, Armee der Rettung). Im 20. Jahrhundert entstanden Fonds, die Gelder für Wissenschaft, Medizin und Bildung sammeln. Im Jahr 2012 startete in den USA "Giving Tuesday" — der Dienstag nach Thanksgiving, der zum globalen Tag der Wohltätigkeit wurde. Der Welttag der Spenden hat als eigenständiges Datum keinen einzigen Gründer, aber viele Länder begehen ihn am 15. Juni, um Aufmerksamkeit auf das Problem der Ungleichheit zu lenken. Im Jahr 2026 fällt der Feiertag auf einen Montag.
Geld ist der offensichtlichste, aber nicht einzige Weg, um zu helfen. Man kann spenden: Dinge (Kleidung, Bücher, Spielzeug, Möbel), Lebensmittel (nicht verderbliche) in Lebensmittelbanken, Blut (Spenden), Zeit (Freiwilligenarbeit), Dienstleistungen (Nachhilfe, rechtliche Hilfe, Reparatur), geistiges Eigentum (Patente, Urheberrechte), seine Berufung (Ärzte, Bauarbeiter, Retter arbeiten kostenlos in Katastrophengebieten), Organe nach dem Tod (Organspenden). Spenden können anonym oder öffentlich, einmalig oder regelmäßig, spezifisch oder allgemeingültig sein.
Die Motive sind unterschiedlich. Altruismus — das ehrliche Bedürfnis, zu helfen, ohne Vorteile zu haben. Empathie — das Teilen der Schmerzen anderer. Sozialer Druck — wenn alle in der Gruppe spenden, ist es unangenehm, abzulehnen. Religionsliche Überzeugungen — Gebot. Steuervergünstigungen — Abzug vom steuerpflichtigen Einkommen. Das Bedürfnis, das Selbstbewusstsein zu erhöhen ("Ich bin ein guter Mensch"). Image — öffentliche Spenden verbessern den Ruf. Studien zeigen: Menschen spenden mehr, wenn sie eine konkrete Geschichte sehen (ein Kind, nicht abstrakte Statistik). Auch wirkt der "Signaleffekt": Wenn man jemandem ein Symbol "Ich helfe" gibt, wird er häufiger spenden.
In vielen Ländern verringern Spenden an Wohltätigkeitsorganisationen die steuerpflichtige Basis. In Russland beträgt der Steuerausgleich bis zu 25% des Einkommens. Es ist notwendig: Geld an eine offizielle NKO (nicht kommerzielle Organisation) zu spenden; Zahlungsdokumente aufzubewahren; die Steuererklärung 3-NDFL einzureichen; den Vertrag über die Spende beizufügen. Die maximale Summe, aus der man den Abzug erhalten kann, beträgt 120 000 Rubel im Jahr (für alle sozialen Abzüge zusammen). Für größere Spenden (an Wissenschaft, Kultur, Sport) ist das Limit höher. In den USA sind die Abzüge großzügiger — bis zu 60% des Einkommens. In Europa ähnlich. Informieren Sie sich über die Gesetze Ihres Landes.
Leider gibt es Betrüger, die Geld unter dem Vorwand der Hilfe sammeln. Um nicht zu irren, überprüfen Sie: Der Fonds ist im Justizministerium (in Russland) registriert, hat offene Berichterstattung, veröffentlicht Berichte über die Verwendung der Mittel, hat positive Bewertungen (aber nicht nur in den sozialen Medien), nimmt an Ranking teil (z.B. "Alles transparent" in Russland). Überweisen Sie kein Geld auf ein Konto einer natürlichen Person (nur juristische Person). Vermeiden Sie Fonds mit aggressiver Werbung und Druck. Geprüfte russische Fonds: "Podari zhizn", "Detskie derevni SOS", "Noclegka", "Russfond", "Wera". Internationale: "Doctors Without Borders", "Red Cross", "OXFAM", "WWF".
Wenn man kein Geld hat, kann man mit der Sache helfen. Freiwillige sind in Krankenhäusern (Krankenschwestern, Animatoren) benötigt, in Tierheimen, in Kinderheimen, in Pflegeheimen, bei Umweltaktionen, bei der Beseitigung der Folgen von Naturkatastrophen. Auch nur zwei Stunden im Monat ändern das Leben. Freiwilligenarbeit bringt neue Bekanntschaften, berufliche Fähigkeiten, ein Gefühl der Notwendigkeit. An Welttag der Spenden veranstalten viele Organisationen offene Tage, wo jeder willkommen ist.
Mythos 1: Spenden tun nur die Reichen. Realität: In der Statistik der USA machen 70% der Spenden Menschen mit einem Einkommen unter dem Durchschnitt. Mythos 2: Meine 100 Rubel ändern nichts. Realität: Viele kleine Summen ergeben große. Mythos 3: Fonds stehlen Geld. Realität: Die meisten sind ehrlich, es gibt Kontrolle. Mythos 4: Es ist besser, persönlich zu helfen, als über einen Fonds. Realität: Persönliche Hilfe ist oft unstrukturiert und kurzlebig. Mythos 5: Spenden befreien vollständig von Steuern. Realität: Sie verringern nur die Basis, nicht die Steuer summe.
Der kleine Ljoesch aus Woronesch benötigte eine Knochenmarktransplantation. Seine Mutter konnte eine Million Rubel nicht finden. Nach der Veröffentlichung in den sozialen Medien und der Geldsammelaktion auf der Plattform "Russfond" wurden in 3 Tagen die erforderliche Summe gesammelt. Tausende von Menschen überwiesen 100-500 Rubel. Ljoesch lebt. Oder die Geschichte des obdachlosen Wladimir, den die Freiwilligen von "Noclegka" halfen, Dokumente wiederherzustellen und eine Arbeit zu finden. Spenden sind keine Abstraktion. Sie sind konkrete gerettete Leben.
Überweisen Sie einen beliebigen Betrag an einen geprüften Wohltätigkeits-, kirchlichen oder Stiftungsfonds. Spenden Sie Dinge (sauber, in gutem Zustand). Spendern Sie Blut (wenn gesund). Werden Sie für einen Tag Freiwilliger (informieren Sie sich im nächsten Heim). Teilen Sie Informationen über die Wohltätigkeit in den sozialen Medien. Organisieren Sie eine Geldsammelaktion im Büro oder in der Schule. Vergessen Sie nicht, diejenigen zu danken, die regelmäßig spenden.
Eine Spende ist keine Verlust, sondern eine Investition. Eine Investition in die Menschlichkeit. In einer Welt, in der es Hunger, Krankheiten, Einsamkeit gibt, kann jeder Rubel, jede Minute, jede Sache ein Chance für jemanden sein. Heute, 15. Juni, machen Sie diesen Schritt. Nicht wegen des Berichts, sondern wegen des Herzens.
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