Grosser Tennis ist ein Sport, der empfindlich auf das Wetter reagiert. Im Gegensatz zum Fußball oder Eishockey können selbst ein leichter Wind oder Nebel den Verlauf eines Matches grundlegend verändern. Wir erläutern, wie schlechtes Wetter die Spiele, die Nervenkrämpfe der Spieler und wie moderne Technologien versuchen, das "Eingreifen" der Natur bei den Grand-Slam-Turnieren zu minimieren.
Starker Wind ist ein Albtraum für jeden Tennisspieler. Er macht den Ball zu einem unvorhersehbaren Wurf. Eine perfekt berechnete Aufschlag kann plötzlich ins Aus gehen, und ein geschnittener Schlag kann nicht bis zur Netzkante fliegen. Die Spieler müssen die Spielweise ändern: mit weniger Rotation schlagen, häufiger die "Lichtbogen" (Wurf) verwenden und kürzer bewegen. Solche Spiele werden zu einer Lotterie, bei der derjenige gewinnt, der stärkere Nerven hat (Novak Djokovic ist bekannt für seine Fähigkeit, im Wind zu spielen).
Ein anhaltender Regen ist der größte Feind des Spielplans. Spiele werden verschoben, die Spieler verlieren ihren Rhythmus. Tennisspieler, die mit einem Break führten, treten nach einer 2-stündigen Pause auf dem Court völlig anders auf. Besonders gefährlich sind Regenschauer auf dem Centre Court von Wimbledon (wo es keine Dächer über allen Plätzen gibt, außer dem Hauptplatz). Selbst ein kurzer Regenschauer macht den Boden rutschig, den Ball schwerer und langsamer.
Im Jahr 2026 werden auf den meisten Masters 1000- und Grand-Slam-Turnieren überdachte Stadien mit faltbaren Dächern verwendet (wie beim "Roland Garros"). Allerdings bleibt der Wind auf offenen Plätzen ein Problem. Um den Regen zu bekämpfen, werden automatische Überdachungen für die Plätze (spezielle Zelte) verwendet, die in einer Minute öffnen.
Ein echter Champion zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, sich vom Wetter abzulenken. Im Gegensatz zu Anfängern, die sich aus dem Wind mit dem Schiedsrichter streiten, nutzen die Leader das Wetter als verstecktes Vorteil. Ein berühmtes Beispiel: Rafael Nadal bat oft darum, den Court mit einem Handtuch abzutrocknen, auch bei leichtem Nebel, um den Tempo des Gegners zu verlangsamen.
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